24. Februar 2011
Hier nur eine kleine Auflistung, was sich sonst noch in meinen Keller befindet: neben Sonnenschirmen finden sich Blumentöpfe, Vogelhäuser, Lampenschirme und andere nützliche Dekoration, alte Zeitschriften (für Sammler) und noch vieles mehr. Einmal im Jahr biete ich alle Ware, die ich in den einzelnen Monaten nicht verkaufen konnte, zu einem Rabatt-Preis an. Wie ich feststellen musste, finden insbesondere ältere Menschen Gefallen an Rabatt-Aktionen. Auf diese Weise räumt sich mein Keller von selbst auf. Und ich gewinne Platz für neue Ware. Noch bin ich mir unschlüssig, ob ich erneut Sonnenschirme in mein Repertoire aufnehmen soll: Diese erwiesen sich schließlich als Kassenschlager, die mir den meisten Profit einbrachten. Meine Eltern hingegen raten mir von dem erneuten Sonnenschirm-Angebot ab. Sie vertreten die Ansicht, dass ein guter Trödelmarkt-Händler sein Angebot ständig variieren muss. Das mache interessant, behaupten sie. Mal sehen, ob ich deren Tipp in die Tat umsetzen werde.
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20. Februar 2011
Es mag Sie sicherlich interessieren, was ich verkaufe: mein Repertoire variiert ständig, sodass ich eigentlich keine konkreten Angaben machen kann. Ich richte mich immer nach der jeweiligen Saison. Letztes Jahr hatte ich zum Beispiel im Sommer ein großes Repertoire an Sonnenschirm zu bieten. Egal ob grün, weiß, rosa oder violett mit bunten Streifen - an einer zu kleinen Auswahl an Sonnenschirm mangelte es nicht. Schon als ich diese bestellte, hatte ich ein gutes Gefühl: welcher Haushalt benötigt nicht einen Sonnenschirm, um sich vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen? Mein Sonnenschirm Angebot zog dann auch, wie erwartet, eine Menge Kundschaft an. Einige Interessierte waren zunächst skeptisch, ob der von ihnen favorisierte Sonnenschirm auch wirklich die UV-Strahlung abweisen könne, da das gesamte Sonnenschirm Angebot recht preisgünstig war. Gut war, dass ich an dieser Stelle auf das TÜV-Siegel verweisen konnte, das an jedem einzelnen Sonnenschirm befestigt war. Viele Menschen kauften mir daraufhin einen der viele Schirme ab. Am Ende der Sommersaison waren nicht mehr viele Sonnenschirm übrig, sodass ich auch kein Problem beim Verstauen der nicht-verkauften Sonnenschirm in meinem kleinen Keller hatte. Dort lagert übrigens noch eine Menge weiterer Schätze, die ich sicherlich auch irgendwann noch an den Mann bringen werde.
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16. Februar 2011
Heute jedoch ist alles anders. Es herrscht ständige Konkurrenz auf den Marktplätzen. Voraussetzung für den Konkurrenzkampf bildet jedoch erst einmal die Bedingung, einen der heiß begehrten Plätze auf den Märkten zu ergattern. Schon Wochen im Voraus muss ich daher planen und Unsummen Geld investieren. Geld, das ich eigentlich nicht besitze. Es erweist sich als besonders ärgerlich, wenn es an den besagten Tagen regnet. Alle Tische müssen mit Plastik-Folien abgedeckt werden, damit die zu verkaufenden Gegenstände nicht beschädigt werden. Die Besucher, wenn überhaupt welche auftauchen, zeigen sich dann meistens auch nur bedingt interessiert oder sind einfach zu faul, die Plastik-Folien anzuheben und einen genaueren Blick auf die Ware zu werfen. Trotz dieser Tatsache biete ich mein Gut auch an Schlecht-Wetter-Tagen an: ich habe für den Standplatz bezahlt und hoffe immer auf einen möglichst hohen Gewinn am Ende des Tages.
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12. Februar 2011
Ich bin Saisonverkäufer auf sämtlichen Trödelmärkten. Der Job bereitet mir nicht allzu große Freude, da er zeitraubend und nicht wirklich als profitabel zu bewerten ist. Aber was soll ich auch machen? Ich habe keine gute Schulausbildung genießen dürfen und auch meine Eltern haben, seitdem ich denken kann, auf Trödelmärkten allerhand Gut unter die Menschen gebracht. Als Kind empfand ich die Atmosphäre auf den Märkten toll, weil ich einige gute Freundschaften schloss. Die Süßwarenverkäufer waren immer besonders nett zu mir und gaben mir immer kostenlos Süßes mit nach Hause. Es war eine angenehme Zeit.
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